Dienstag, 28. Juni 2011

Ordnung? Ordnung!

WARUM wollt ihr Ordnung und Sauberkeit? Schon mal ganz genau darüber nachgedacht?  

Wenn man wochenlang seine ganz eigene Ordnung verloren hat, dann kann man sich diese Sinnfrage schon einmal stellen. Auf einmal geht alles langsamer, ohne eigenes Zutun, kein schnelles "Komm, das mach ich gleich!", kein planbares Einkaufen, nichts von alledem ist mehr möglich. Ruhe. Nur Ruhe nötig. 

Und auf einmal bemerkte ich, daß ich auch andere Zustände "ertragen" kann. Das diese äußere Ordnung meine innere Ordnung widergibt. Ein Spiegel. Plötzlich ist es nicht mehr möglich, jeden Tag etwas zu schreiben, etwas sinnvolles, hilfreiches für die Leser. Und das diese gräßlichen 24 Stunden trotzdem vergehen. Ohne mich. Die Welt läuft weiter... Einfach so. Erstaunlich und beängstigend. 

Die innere Unordnung hat einen Namen: Depression. Ist mein Begleiter seit 20 Jahren. Wahrscheinlich liegt ein großer Teil der Ordnungshüterei in ihr begründet: Ordnung schaffen -innen wie außen.
Für alle, die wissen wollten, wie ich zur Ordnungshüterei kam. 


Aufgabe für heute: 

Warum wollt ihr Ordnung und Sauberkeit? Einfach mal drüber nachdenken. Ohne KZW!



Eure Ordnungshüterin

Kommentare:

  1. Also ich möchte dir erstmal nur ein riesen Paket an Kraft schicken. Ganz für dich allein!!!!
    Egal ob dort Staub oder anderes Zeugs rumliegt. Lass es erstmal liegen, bis du dich wieder darum kümmern kannst. Erstmal bis nur DU wichtig!!
    Weil.... auch eine geordnete Unordnung braucht der Mensch....
    Liebe unbekannte Grüße
    Gnubbel

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  2. Ohne an Depressionen zu leiden: mir geht es genauso. Ich fuehle muchdurcheinander, unwohl, eingesperrt und fahrig wenn es zu unordentlich wird. Leider nehmen meine Kinder keine Rücksicht auf mich und mir kommt vor ich versinke immer mehr im Chaos. Keine Ahnung wie ich das jemals wieder beseitigen kann was sich da so über die Zeit ansammelt. Es wird schon irgendwie werdenden ich mir dann und hoffe das beste...

    Lg
    Isabelle

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  3. Danke.

    Danke, dass du hinter die Fassade blicken lässt...

    Gerade mit Depressionen traut sich kaum einer sich zu öffnen, weil sie ja oft als Spinnerei abgetan werden...



    Ps: Natürlich ist die Ordnung ab und an ein Zwang, aber sie macht auch alles leichter.... Denn wenn "außen" alles sortiert ist, geht es "innen" oft auch einfacher....


    Ich wünsche dir viele "helle" Tage, alles Liebe und bewundere deinen Mut...

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  4. Tja, warum? Irgendwie fühle ich mich unwohl, wenn alles irgendwo in der Wohnung herum fährt und man nichts mehr wieder findet. Am liebsten ist es mir, wenn jedes Ding einen bestimmten Ort hat, wo es hingehört. Leider ist das nicht so einfach zu verwirklichen. Und wo das nicht der Fall ist, ist man zwar ständig am wegräumen, aber sobald man sich umdreht, liegt alles wieder voll. Momentan ist bei uns das totale Chaos, wir sind nämlich am Renovieren. Alles ist irgendwo in der Wohnung verteilt, der einzige Ort, an dem sich nichts befindet, was da nicht hin gehört, ist das Klo...
    Ich lege dir mal eine Strickleiter bei, damit du aus deinem Loch krabbeln kannst: IIIIIIIIII. Ist nicht so einfach, ich weiß...
    Grüßle von der Rabenfrau

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  5. Drück dich, für deine Ehrlichkeit.
    Hat so viel Spaß gemacht deine Ordnungstipps zu lesen.
    LG Suse

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  6. Ich schicke dir ein paaar Sonnenstrahlen...nicht nur, um die Staubflöckchen tanzen zu sehen, sondern auch, um einen kleinen hellen Fleck in dein Dunkel zu bringen. Hab Mut! Jeden Tag neu anzufangen, das kann man nur mit Mut. Jeden Tag einen Schritt zu gehen, auch das kann man nur mit Mut. Du bist nicht allein, wir denken und glauben an dich und daran, dass du es schaffst!
    Von Herzen alles Liebe senden
    Claudia und die Aufräumwilligen

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  7. Danke für die Offenheit. Ich mag Deinen Blogg gern und freue mich über jeden Post, auch wenn es nicht jeden Tag einer sein mus. Ich freu mich trotzdem immer, wenn ich etwas neues hier entdecke.
    Ordnung mag ich für mich, weil ich zu faul zum suchen bin und weil ich denke, dass äußere Ordnung das innere Ordnen erleichtert.
    Wünsche Dir viel Kraft und alles Liebe
    Die Maus

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  8. Danke auch von mir für deine Offenheit. Auch ich kenne diese Krankheit nur zu gut. Wünsch dir ganz viel Kraft! UND: Auch wenn du hier seltener Postst, ich für meinen Teil muss mindestens 3 mal die woche an dich denken u deine Tips helfen mir immer noch sehr :)
    GGGLG von Petra

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  9. Deine Offenheit finde ich sehr mutig. Danke dafür!
    Warum ich eine gewisse Ordnung und Sauberkeit brauche?
    Damit ich nicht zu viel Zeit mit der Suche nach Dingen verplempere.... und es genießen kann wenn mir zwischendurch mal nach Handarbeit (heisst für mich Entspannung) ist....
    Im Moment lässt die Sauberkeit allerdings zu wünschen übrig, denn bei 35° im Schatten und heruntergelassenen Rollos kann ich über einiges hinwegsehen! ;o)

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  10. Oh. Keine weiteren Fragen.
    Schön, dass Du wieder da bist.

    Ich möchte Ordnung haben, damit ich nicht so viel suchen muß. Und damit mehr Zeit für die Dinge bleibt, die mir wirklich Spaß machen. Leider bedeutet Ordnungsgewinn auch immer Zeitverlust... ich finde es manchmal nicht so einfach, das miteinander zu vereinbaren.

    Sauber ist mir nicht so sehr wichtig. Bad und Küche schon, aber über Staubflocken und Sand auf der Treppe kann ich großzügig hinweggucken, wenn die Nähmaschine ruft. Ist ganz einfach: ich setze die Brille ab und schon seh ich den Dreck nicht mehr. ;)

    Liebe Grüße und viel Kraft fürs aus-dem-Loch-krabbeln!
    Juliane

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  11. Danke für deine Offenheit und Mut.Das ist nicht selbstverständlich.Ich schicke dir ganz viel Sonne und Kraft.
    Liebe Grüße
    Helga

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  12. Du sprichst da was an... Ich halte gerne Ordung- weil ich ein ungeduldiger Mensch bin und jede Sekunde Suchen mich in den Wahnsinn treiben kann. Ich sortiere gerne Dinge- weil mir das einen gewissen Halt geben kann. Ich strukturiere gerne Abläufe- dann habe ich etwas auf das ich mich verlassen kann. Allerdings ist meine Schmuddel-Toleranz von Zeit zu Zeit recht hoch- da lohnt sich das nächste (meditative) Aufräumen und/oder putzen dann so richtig.

    Und was die Depression angeht: Ich habe das gleiche Problem und ein ähnliches Gefühl: Eine Stunde äßerlich Ordnung halten kann mir den Halt wieder geben, den ich innerlich zu verlieren glaube.

    Sonnige Grüße!

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  13. Mist, wo ist der "gefällt mir"-Button für deinen und den Muthase-Beitrag?

    Mir geht es wie euch. Ich fühle mich selbst viel kraftvoller, elanreicher und "ordentlicher", wenn meine Wohnung auch ordentlich ist. Ich muss nicht erst stundenlang auf dem Sofa sitzen und überlegen, wo ich anfangen soll, ich kann einfach tun, wonach mir ist.

    Wenn ich nähen will, kann ich gleich loslegen und denke nicht: "Erst musst du noch spülen und saugen und wischen." Dann hab ich keine Lust mehr zu nix :(

    Sauberkeit ist mir vor allem in Küche und Bad wichtig. Wenn es (speziell jetzt im Sommer) in der Küche nicht richtig sauber ist, wird es schnell muffelig und bäh. Das find ich eklig (und ich kenn Leute, denen ist das total egal. Bah).

    Wenn es dir hilft und dir das Leben mit der Depression erleichtert (und du das weißt!) ist das doch super! Damit bist du vielen Depressionspatienten einen großen Schritt voraus und ich finde, dass du darauf wahnsinnig stolz sein kannst!!
    Meine Mutter verleugnet ihre seit fast 20 Jahren, wodurch sie natürlich auch keine Besserung finden kann.

    Wenn du erstmal Zeit brauchst, um in dir wieder Ordnung zu schaffen, musst du dich nicht dafür rechtfertigen :) Du selbst gehst immer vor!

    Ich drücke dich unbekannterweise. Alles wird gut!

    Liebste Grüße

    Pony

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  14. Ganz herzlichen Dank für Deine Offenheit!
    Und ich kenne das. Kenne die Depressionen.
    Die innere Unordnung. Das Chaos in mir.
    Der große Wunsch nach Ruhe. Innen und außen.
    Ich wünsche Dir Kraft und die richtige Hilfe.
    Unbekannte und herzliche Grüße
    Susanne

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  15. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen und mit all meiner Liebe, die ich in mir trage, dass die Fröhlichkeit und Leichtigkeit zu Dir zurückkommt. Denn DAS LEBEN IST SCHÖN! Ich finde keine weiteren Worte, alles Liebe für Dich von der Dana aus dem Pünktchenglück

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  16. Hallo Liebe,
    ich kenn das - aussen Chaos = Innen Chaos und umgekehrt.
    Sehr oft hilft mir das aufräumen und ordnen um mein Inneres Chaos wieder in den Griff zu bekommen und meine Gedanken zu ordnen.
    Vorallem in Zeiten des Umbruchs und wenn Veränderungen anstehen, brauch ich es aufzuräumen und Dinge neu zu sortieren, Keller aufräumen, Zeitschriften neu sortieren, wegschmeißen und putzen. Danach fühl ich mich befreiter und mir gehts besser und mein Kopf ist klarer.

    Ich drück dich ganz fest und wünsch dir alles Liebe und wieder viel Licht und Sonne.
    Maria

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  17. Ordnung geht für mich nicht ohne Sauberkeit und umgekehrt. war aber nicht so,als ich Kind/teenie war,erst seit ich daheim ausgezogen bin. Meine Mutter hat immer viel geputzt und aufgeräumt,aber nicht übertrieben oder nervig. Ich erwarte von meinem Kind ,dass es im Zimmer so aufgeräumt wird,dass ich saugen/wischen kann und dass keine Frühstücksboxen in den Untiefen vergessen werden. desweiteren noch ein paar Kleinigkeiten,die erledigt werden sollen,aber mit 12 kann man das auch erwarten finde ich!

    Nun putzsüchtig bin ich nicht,aber zu faul zum Suchen,deshalb Ordnung. Die Küche wird nach jedem Essen zubereiten aufgeräumt und die Ablagen abgewischt. Im Bad bin ich auch oft am sauber machen. Ein bisschen Staub auf den Bilderrahmen oder 3 Tage rumstehende Bügelwäsche stören mich genauso wenig wie Fenster,die nicht monatlich geputzt werden (die schlimmste Hausarbeit für mich ist fenster putzen!!! bäh)

    Als das Kind noch kleiner war bin ich einfach mit einem Wäschekorb beladen durch die Wohnung und hab alles rein,was rumlag. Dann hab ich es eingeräumt. Ich hab auch einige Bücher gekauft,die bei Ordnung helfen,seitdem hab ich echt meine Zeit optimiert.

    Ich freu mich immer, wenn Besuch kommt und es heisst: Wie schön sauber und ordentlich es bei Dir ist,Toll!

    Dabei bin ich berufstätig,habe Hobbys und beschäftige mich gern mit dem Kind-bin also keine arbeitslose Putzsüchtige.... hihi.Nein mein Leben bestaht auch noch aus anderen Dingen ausser Ordnung und Sauberkeit,deswegen liebe ich es schnell und praktisch oder auch Multitasking.

    In Bezug auf Depression: das hatte ich auch mal,Hilfe bekam ich damals kostenlos durch die Caritas,mein Arzt wollte mir bloss Pillen aufschreiben-Nein Danke!

    Es dauert halt seine Zeit bis man da raus kommt,das geht nicht schnell.....aber 20 Jahre das ist schon heftig.
    Darf ich fragen was Du dagegen unternommen hast?

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  18. Oh, wie ich es nachvollziehen kann. Ich gebe ganz ehrlich zu, bei uns ist 5 oft grade, was Haushalt und Aufräumen betrifft. Aber es macht mich nicht gücklich. Es ist wirklich so, dass es mir besser geht und ich mich wohler fühle, wenn ich aufgeräumt habe. Aber ich schaffe es nicht immer mit einem Haus voll Tieren und einer pubertierenden Tochter. Ich schaffe Ordnung und 2 min. später herrscht Chaos. Und ich gebe so langsam auf. Ich habe die Kraft auch nicht mehr. Und doch wünsche ich mir so sehr Ordnung und Ruhe. Schon damit der eigene Anspruch nicht mehr als böse Fahne über mir weht. Geben wir also die Hoffnung nicht auf. Alles wird gut! ;-)
    Einen ganz besonders lieben Grüß an dich
    Claudia

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  19. Mir fehlen die Worte,
    möchte aber trotzdem einen kleinen Gruß hier lassen!

    Liebe Grüße * Denise

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  20. Schicke dir einen Sonnenstrahl - oder zwei!!!!

    Ich bin ja eher die Chaosqueen... Ganz ehrlich, ich habe hier eine Woche geräumt und gemistet und bin soooo stolz auf mich! Aber hier im Büro sind leider schon wieder Spuren meiner Unordnung! Seufz!

    GGLG,
    Sabine

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  21. Mir geht es auch so...
    Äussere Ordnung = Innere Ordnung!!
    Aber es ist schön diese wenigstens so zu erreichen :) !
    Versucht jeden Tag zu geniessen!
    Eigentlich ist doch alles schön!

    Und für alle denen "die Sprüche" nichts nutzen (an manchen Tagen geht es mir auch so...),
    vieeele positive Kraftgedanken!!!

    Ich will es schaffen, für mich, meine süsse Babytochter :) und meinen Mann!!!

    Alles ist gut!

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  22. Das tut mir leid. Hätte ich nicht gedacht... aber wie soll man auch, wenn man "nur" liest...
    Ich wünsche dir "gute Besserung", wenn man das überhaupt so sagen kann.
    Ich bin leider auch weit davon entfernt, die "totale" Ordnung zu haben. Ich hätte sie gern. Weil sich äußere Ordnung auf innere Ordnung überträgt, denke ich. Und ich mir erhoffe, dann mal den Kopf frei zu haben für andere Dinge. Aber an sich bin ich IMMER NUR d.h. AUSSCHLIESSLICH mit diesen Alltagsdingen wie Haushalt & Co. beschäftigt. Neben dem Arbeiten usw. Wenn ich MAL so richtige Ordnung habe, dann merke ich, dass es mir besser geht, mehr Zeit für "andere Dinge" (Gedanken, Werkeleien usw. ) habe. Aber in letzter Zeit kriege ich auch immer schlechter die Kurve, habe das Gefühl, im Chaos zu ersticken... obwohl es nicht sooo das Chaos ist, aber für mich schon. Und ich möchte einfach mal jemanden guten Gewissens reinlassen können, wenn es unverhofft an der Tür klingelt. Das geht meist nämlich gar nicht. Aber eigentlich bin ich in dieser Hinsicht (Ordnung) schon IMMER unzufrieden mit mir gewesen... Gewissermaßen bin ich wohl auch ein Perfektionist, zumindest vom Denken hin, in der Praxis hapert es dann ja ganz arg daran!!!
    Interessant jedenfalls, die anderen Kommentare auch zu lesen...
    Mach`s gut... viele Grüße von Ann

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  23. Vor kurzem ist Wolfgang Bergmann gestorben. Mein absoluter Liebling unter den Erziehungsratgeberautoren. Immer wenn ich im alltäglichen Chaos zu versinken drohe, erinnere ich mich an diese Stelle in einem seiner Bücher: „Ich wünsche mir oft, dass Väter und Mütter, wenn sie so ungeduldig neben den Kleinen und ihren mühseligen Hausaufgaben hocken, wenn sie so zornig über das unaufgeräumte Zimmer schimpfen, für einen kleinen Augenblick neben sich treten. Für einen Augenblick sollten sie versonnen auf die Socke, die im Kinderzimmer seit Tagen in der Ecke liegt und nicht aufgeräumt wird, nur einmal sollten sie kurz auf das beschmierte Heft, das so viele ungelenke und eifrige Zeichen ihres Kindes birgt, schauen und sich diesem einen Gedanken zuwenden: Die Socke und die Schriftzeichen, alles nur einmal. Und dann nie wieder.“
    Denn wie lange haben wir unsere Kinder bei uns? Aufräumen können wir wieder in Ruhe, wenn sie weg sind.
    Euch allen viel Kraft!
    Michaela

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  24. Frau Ordnungshueterin!
    Jetzt sind Sie endgültig meine Heldin!!!!!

    Danke für das "Outing" ... ich dachte schon, nur mir gehts so ...

    Alles Liebe
    Lille

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  25. Ich lese immer wieder deine Beiträge, auch gerne mal alte. Um mich zu motivieren endlich aufzuräumen. Manchmal tue ich das, was du vorschlägst tatsächlich, vor allem das Schlafzimmer habe ich dank dir ziemlich entrümpelt und habe das Gefühl seitdem dort mehr Ruhe zu finden.
    In den anderen Räumen jedoch herrschen dank Katze, Hund und Kindern oft chaotische Zustände und ich habe gelernt, das zu ignorieren.

    Schiebe mir dann auf dem Tisch gerade so viel Platz frei wie die Nähmaschine, Zeitschrift oder das Buch brauchen und nutze mal eine halbe Stunde für die Dinge, die ich gerne tue. Danach geht es mir besser als nach dem Aufräumen, dass so schnell wieder unsichtbar wurde. Und so kommt es, dass Ordnung mir nicht so wichtig ist. Meine Energie kommt woanders her.

    Ich danke dir für deine Offenheit und deine Anregungen und wünsche dir, dass du eine große Energiequelle für die entdeckst.

    Viele Grüße
    Britta

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  26. Danke, liebe Ordnungshüterin, dass Sie sich gemeldet haben.
    Sie haben mich in eine richtige Richtung geschoben. Wenn ich aufgeräumt, ausgemistet, saubergemacht habe, fühle ich mich wohler/entspannter. Habe kein schlechtes Gewissen mehr, was noch alles getan werden muß. Bin ruhiger und nicht mehr so "fahrig".
    Ich schaue weiter regelmäßig bei Ihnen vorbei.
    Sonnige Grüße
    FrauS

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  27. Liebe Ordnungshüterin,
    schon in den ersten Zeilen habe ich verstanden und mich darin wieder erkannt.
    Ich bin aus dem gleichen Grund seit vier Wochen krank geschrieben. Nach einem Jahr Wohlfühlen hat es mich scheinbar aus heiterem Himmel wieder erwischt.
    Mir hat der Blog in diesen letzten vier Wochen mit den Aufgaben in genau der richtigen Grüßenordnung einen richtigen Auftrieb gegeben. In kleinen Häppchen ist es machbar und das Erfolgsgefühl ist quasi garantiert. Danke dafür.
    Wir beide sind nun einfach so stark wie wir können und glauben fest daran, dass alles wieder gut wird.
    Liebe Grüße

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  28. Liebe Ordnungshüterin!
    Ich möchte gerne Ordnung in meine Wohnung bringen, aber ich schaffe es einfach nicht.
    Hoffentlich schaffst Du es, die Depressionen wieder zu überwinden. Dass es nicht einfach ist, weiß ich.
    Alles Liebe für Dich
    Lemmie

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  29. Unordnung ist für mich Ballast!
    Unruhe für die Augen & Sachen suchen mag ich einfach nicht!
    Den INNErenN Ballst kann ich nicht so leicht aufräumen. Stück für Stück habe ich ihn mir angesehen - allein und mit Hilfe "aufgearbeitet"! Aber los werde ich ihn eben nicht, da muß ich akzeptieren das er da ist und eben damit leben.
    Mal gut - mal weniger gut! Geht schon!

    Und manchmal da räume ich dRAUSsen wirklich gerne auf - mit einem Hörspiel oder schöner Musik entspannt es mich und das Ergebnis ist schlicht und einfach schön anzusehen, es gibt mir ein gutes Gefühl - auch das ICH es in der Hand habe und ICH den Ist-Zustand verändern kann.

    Ich leide auch seit mehr als 20 Jahren unter Depressionen. Es gibt gute Tage und es gibt sehr schlechte. Aber bisher folgten immer gute -das macht Hoffnung und schafft Vertrauen - in das Leben und mich selbst!

    Ich bin der Tatendrang und die Ruhe!
    Ich kann in kürzester Zeit Berge versetzen, aber manchmal eben auch keinen Fuß vor den anderen stellen!

    Ich sehe alles durch ein Vergrößerungsglas das Gute und das Schlechte. Zuweilen sehr anstrengend, aber eben auch sehr schön!

    Und dieses Gefühl, wenn man sich aus seinem Loch hoch gekämpft hat, das kann wohl nur ein Gipfelstürmer nachvollziehen!

    Dann bin ich stolz, das ich mich selbst unter die Dusche gebracht habe und durch die Türe komme. Und wenn nicht heute, dann morgen!

    Ich schließe Dich in meine Gedanken!!!

    LG

    G.

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  30. Ich möchte Ordnung, weil...

    äh... da haben wir schon den Salat. Ich möchte, ja, hätte gerne, aber leider klappt das meistens nicht. Depressionen, ja, das kenne ich auch, und da kriegst du den Hintern eben oft nicht hoch. Wenn du es noch so gerne hättest. Die Ordnung... im Leben und in der Bude.

    Ich lese die Kommentare hier gerne, weil ich so sehen kann, welche Gründe die anderen haben fürs Ordnung halten. Ich habe eigentlich keine - ich lebe in meiner (Un)Ordnung, ich putze jedes Wochenende, aber kaum fertig, schleicht sich die Unordnung auch schon wieder ein. Ordnung halten, das kann ich ja überhaupt nicht. Muss ich in meinem zarten Alter aber irgendwie noch lernen.

    Ob es mir mal dereinst auf dem Sterbebett weh tun wird, dass ich immer im Chaos gelebt habe?

    Keine Ahnung. Könnte aber sein, dass es im Leben Wichtigeres gibt.

    Herzliche Grüße und alles alles Gute Dir!

    (Heute mal anonym)

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  31. Liebe Ordnungshüterin!

    Leider hat sich bewahrheitet, was ich mir beim plötzlichen Abbruch deiner sehr inspirierenden Posts gedacht habe.

    Auch in meinem näheren Umfeld ist diese Problem bekannt. Beim Lesen deines Blogs habe ich öfter mal an die eine oder andere Freundin gedacht, welche mit äußerer Ordnung die innere Unordnung zu bekämpfen versucht, eingebunden in Zwänge welche alle mehr oder weniger aus dem Umfeld einwirken (Arbeitgeber, Nachbarschaft, teilweise sogar die eigene Familie ,somit der Alltag, stellen Forderungen -bewusst oder unbewusst -, die einem schnell über den Kopf wachsen können).

    Nachdem ich vor fast 15 Jahren mit einem totalen Burnout sozusagen kurzfristig aus dem täglichen Leben gezogen wurde, hat sich meine Einstellung zu vielen wichtigen Dingen im Leben grundlegend geändert. Natürlich, Ordnung muß sein, aber wenn ich spüre, daß es mir nicht gutgeht, kann ich gerne auch mal ein halbes Jahr auf geputzte Fenster verzichten, und schließlich muß bei uns niemand vom Küchenboden essen, ob meines Mannes oder Sohnemanns T-Shirts gebügelt sind sieht sowieso keiner (und diese Aussage von einer, die früher Bettwäsche, Unterwäsche und Socken glattgebügelt hat - kein Wunder also für Burnout). In meinem Haus muß es nicht aussehen wie hier auf einigen (verkannten Designer)-Blogs und wenn mal vier Wochen kein Staub gewischt wurde sieht das der (wohlgesonnene) Besucher auch nicht sofort. Momentan lebe ich eher nach dem Motto " Nichts muß - Alles kann" , denn der Gedanke an den überstandenen Burnout sitzt mir noch in den Knochen.

    Leider haben einige meiner Freundinnen das noch nicht verstanden und leben immer noch in einem selbstgeschaffenen Bühnenbild namens " Schöner wohnen" mit "Meine Familie und...". Ohne seherische Fähigkeiten zu besitzen kann ich heute schon sagen, daß das nicht mehr lange gutgeht (die erste Ehe ist schon daran zerbrochen)...

    Deine Depressionen sind hoffentlich in kompetenten ärztlichen Händen, ich drücke dir die Daumen, daß nach dem Regen wieder die Sonne scheint (halt´dir ein kleines Stück vom Regenbogen fest) und schaue immer mal wieder bei dir vorbei.

    ...ohne es "blöde" zu meinen: stell´doch deinen dummen Depressionen mal den Kurzzeitwecker....

    Du kämpfst nicht allein!
    Herzensgrüße von Hannelore

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  32. Hallo liebe Ordnungshüterin,
    ja, auch ich bin durch eine Depression gegangen. Habe vor einem Berg gestanden und entmutigt aufgegeben, weil ich meinte ihn nicht zu schaffen. Lange Therapiegespräche und Medikamente haben meine innere Ordnung wieder hergestellt. Dadurch kann ich jetzt über die äußere Unordnung gelassener hinwegsehen. Natürlich habe ich es auch gerne ordentlich, aber wenn das Chaos herrscht bei Arbeit, Kinder und Hund, setze ich mich auch einfach mal gelassen hin und räume erst am anderen Tag auf. Diese Gelassenheit war jedoch schwer erkämpft. Darum auch hier von mir: Die innere Ordnung ist viel wichtiger als die äußere. Viel Glück und Kraft beim Berg erklimmen.

    GLG Imke

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  33. Da ist sie ja wieder, meine Hüterin der Ordnung.
    Sowas hatte ich mir schon gedacht.
    Ich kenn das.

    viele liebe Grüße!!!!!

    anabel

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  34. Ordnung? weil ich das Gefühl habe im Chaos zu versumpfen, innerlich und Äußerlich, nichtmehr aus dem Bett komme und alles sehr schwierig läuft und es einfach genau so ist wie du schreibst.....

    Für heute habe ich mir vorgenommen die Küche wieder begehbar zu machen und es wird gehen.....

    Liebe Grüße
    Silke

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  35. liebe ordnungshüterin,

    mir ist dein blog sehr ans herz gewachsen. ich wühle mich jeden tag durch ein chaos, ordne, sortiere, miste aus und hinter meinem rücken entsteht schon wieder neues chaos.
    bei dir habe ich gelernt, dass es ein prozess ist, sich eine struktur zu erarbeiten. ich versuche es langfristig zu sehen. es ist schon viel passiert, auch wenn hauptsächlich ich es wahrnehme.

    ich wünsche dir ganz viel kraft, dass du da schnell wieder rauskommst!!!

    lg, birgit

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  36. DANKE
    ich bin seit ein paar Wochen auch mal wieder dabei in meinem Depressions-Sumpf zu ertrinken. Und was mir wirklich hilft ist, mich aufzuraffen und äußere Ordnung zu schaffen. Das Innere zieht dann irgendwann auch mit ... leider nie so schnell, wie ich das gerne hätte.
    Dank deines Beitrags habe ich mich gerade aufgerafft und eine Stunde für äußere Ordnung gesorgt. Ohne dich wäre ich weiter ziellos durchs Internet gesurft.
    Danke ... und hoffentlich bis bald!

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  37. Liebe Ordnungshüterin,
    schön, dass du so offen über Deppression schreibtst. Wie du siehst sind so viele Frauen davon betroffen! Ich selber leider auch seit 20 Jahren. Ich verstehe dich zu gut! Man hat so viele Dinge im Kopf aber der Antrieb fehlt! Danke für deine offenen Worte. Ich habe sie meiner Famile vorgelesen, da sie mich manchmal nicht verstehen! Ich schicke dir ganz liebe Grüsse A.N.

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  38. Liebe Ordnungshüterin,
    ich wünsche Dir, dass es Dir Kraft gibt, dass so viele Leser immer noch so häufig auf Deinen Blog schauen, ob es etwas neues von Dir gibt. Die Deine Inspiration suchen und sich von Dir helfen lassen, ihr inneres und äußeres Chaos zu bewältigen.
    Such Du Dir bitte auch "professionelle" Hilfe, glaube nicht, Du müsstest da alleine durch und müsstest irgendwann einfach nur wieder funktionieren. Sich einfach eine Zeit lang nur auf sich zu konzentrieren, ist absolut erlaubt!

    Herzliche Grüße!
    andics

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  39. Hei, schön wieder etwas hier zu lesen. Und danke, liebe Ordnungshüterin, für die Offenheit, denn dies ist ja immer ein Tabu-Thema. Mich begleitet das auch schon über Jahre. Deshalb kann ich mich gut in die Lage versetzen. Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft, daß du bald wieder aus diesem Loch heraus kommst. Auf jeden Fall werde ich immer mal hier vorbei schauen.

    LG sinderella

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  40. Du bist die Beste :-)

    Danke für deine offenen Worte ... Depressionen sind leider immer noch fast ein Tabu-Thema.
    Dank Enke (hört sich jetzt doof an) ist es etwas gesellschaftefähiger geworden.

    Danke auch an die vielen Frauen, die hier öffentlich, wenn auch teils anonym zugeben, dass auch sie an und unter Depressionen leiden. Ich finde euch alle durch die Bank weg MUTIG! Weiter so! Denn Depressionen sind in ihren Facetten so breit gefächert.

    Übrigens gehöre / gehörte ich auch zu den Frauen, die unter Depressionen leiden , gelitten haben.
    Ich drücke es so aus, weil auch heute noch manchmal ein Tag auftaucht, den ich gern verschlafen hätte! Mein Rezept lautet dann: Annehmen! Morgen ist wieder besser :-)

    Herzliche Grüße, Anette

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  41. Ich will Ordnung außen, weil ich es nicht schaffe, innen für Ordnung zu sorgen.

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  42. Ich wünsche dir alles Gute! Ich kenne viele Menschen mit Depressionen, weiß, was das bedeutet.

    Für mich ist Ordnung aber auch ein Spiegelbild der Seele.Ist mein Heim aufgeräumt, bin ich es auch. Und wenn nicht, dann geht es mir gerade selbst nicht gut!

    Ich arbeite auch immer wieder erneut an mir und an meiner Ordnung!

    Alles Liebe von Herzen
    Claudia

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  43. Ich kann mich da Bea W. voll und ganz anschließen!
    Äußere Ordnung, weil ich es nicht schaffe für die Innere zu sorgen.
    Leider gelingt mir das äußere Ordung halten auch nicht wirklich. Egal wie ich mich bemühe oder mich selbst motiviere.
    Ich gehe normal arbeiten, halte da auch fast penibel Ordnung. Aber wenn ich dann irgendwann zuhause bin, bin ich sehr oft froh keinen mehr zu sehen,
    geschweige denn irgendetwas anderes zu tun als zu schlafen oder zu ruhen.
    Von zuhause aus kenne ich keine Ordnung, denn meine Mutter hat das irgendwann einfach sein gelassen. Vielleicht bin ich auch deshalb bemüht das ich eine gewisse Ordnung habe/bekomme. Ich habe für alles meine Kisten und Kästchen wo ich alltägliche Dinge einsortiert habe. So finde ich Te*sa, Schere, Kopfschmerztabletten sofort. Hört sich so banal an, aber das gab es zuhause einfach nicht. Da hat man sich dumm und dämlich gesucht. Zu wissen wo diese Dinge liegen, gibt mir ein bissi Sicherheit.

    Ich habe Dir ja schonmal geschrieben, das ich deinen Blog sehr mag und das ich mich freue von Dir zu lesen,ganz egal wie oft/selten Du postest.
    Es ist sehr schön das es Dir im Moment besser geht und ich hoffe das Du die Hilfe hast oder bekommst, die Du brauchst, damit es Dir dauerhaft gut geht.

    Ganz liebe Grüße schickt Dir,Bianca

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  44. 9. Juli 2012:
    Schön, dass du wieder da bist, ich habe immer an Dich denken müssen in der Zwischenzeit.
    Warum ich Ordnung und Sauberkeit möchte:
    Beruflich: Ordnung, um mit der Arbeit besser fertig zu werden. Damit mir nicht noch die ganze Freizeit mit Arbeit drauf geht.
    Privat : Mäßige Ordnung, um spontan Leute einladen zu können.
    Sauberkeit : damit es gut riecht... und damit man zuversichtlich überall hin greifen kann.

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